Tourismus

Jaskowy Tal

Die Geschichte des Jaskowy Tals reicht bis ins Jahr 1519 zurück und erinnert an den vermögenden Bernsteinhandwerker Pawel Köhne-Jaski zurück. Seine Enkel sind als die eigentlichen Gründer des Jaskowy Tals zu sehen, weil 1616 Andrzej - der älteste von ihnen „einen Hof mit Garten, eine Erdhufe und Kramski-Teiche“ sowie eine Mühle „auf dem Boden von Oliwia“ gekauft hat. Einige Jahre später (1623) wurde auf diesem Gebiet ein Wirtshaus „für die Einwohner, Fremden, Verlorenen und Reisenden“ eröffnet. Der jüngere Bruder, Izrael hat dem Vermögen einen Garten und ein Gasthaus in Piecki sowie „Jaskowy Mühle“ in Strzyża (wo die Strassen Potokowa und Rakoczego kreuzen) angeschlossen.

Im Jahr 1739 wurde ein nächstes Wirtshaus im „Zweiten Jaskowy Tal” eröffnet und diese Gebiete wurden besonders bei den Einwohnern von Danzig aus allen sozialen Schichten beliebt. Die vermögenden Bürger haben „Jaskowy Tal“ als Platz für ihre Residenzen gewählt, und einer von ihnen – Senator Jan Lebes hat einen Teil eigener Gebiete für den öffentlichen Gebrauch bestimmt. Die Hügel um seine Residenz hat er in eine grüne Enklave mit zahlreichen Pfaden umgewandelt. Mit der Zeit wurde dieser Ort immer mehr für öffentliche Veranstaltungen im Freien geeignet: für Feste, Konzerte und Geschicklichkeitsturniere. Die prächtigste Veranstaltung war das alljährliche Volksfest zur Mittsommernacht am 23. Juni.

Im Jahr 1814 wurde Jaskowy Tal dem städtischen Bereich angeschlossen und zehn Jahre später hat man begonnen, die durch den Krieg eingestellten Feiern der Mittsommernächte wieder zu veranstalten. Auf der sog. Jaskowy Wiese wurde ein Tanzboden verlegt, einige Schaukeln und ein Klettermast gebaut. An den Veranstaltungen haben bis 20 Tausend Menschen teilgenommen. Im Jahr 1832 hat die Stadt die Gebiete von Sobótka, und nachfolgend den Jaskowy Wald gekauft. Bis 1840 wurden hier Pfade, Waldlichtungen und Aussichtspunkte eingerichtet. Hier sind Heweliusz-Hügel, Kopernik-Hügel, Philosophenpfad, Engels- und Teufelsbrücke entstanden. Beim Eingang ist bis heute noch das „Waldhäuschen“ erhalten geblieben, das früher als Gasthaus diente. Nachfolgend wurde Gutenberger Hain mit einer Laube abgetrennt, in der später das Denkmal von Gutenberg errichtet wurde – neulich rekonstruiert. Schließlich 1911 wurde das Waldtheater mit hervorragender Akustik eröffnet.

Das Jaskowy Tal wurde zum Lieblingswohnort der wohlhabendsten Einwohner von Danzig. Noch 1858 hat hier Familie Steffens – die ehemaligen Besitzer des Speymannhauses – ihre Sommerresidenz, später eine wunderschöne Villa (derzeit Nr. 15) besessen. Das klassizistische Gutshaus Nr.17 wurde anstelle der Residenz von Familie Köhne-Jaski errichtet. In der Pawłowski-Straße erfreut das Auge ein märchenhaftes Schlösschen des bekannten Architekten Henkenhaf, der u.a. das Kurhaus in Scheveningen und das Wiktoria Hotel in Amsterdam erschaffen hat.

Das Jaskowy Tal ist heute immer noch eine Strasse mit zahlreichen Villen und ist eine der schönsten Ecken in Danzig.

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